Palästinensische Kinder offenbar durch israelischen Sprengsatz getötet

24. November 2001, 13:45
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Doch kein Blindgänger - Sprengfalle wurde von Spezialisten platziert

Jerusalem - Eine Sprengfalle der israelischen Armee soll Medienberichten zufolge verantwortlich für den Tod von fünf palästinensischen Schulkindern sein. Die israelische Zeitung "Maariv" berichtete am Freitag unter Berufung auf militärische Quellen, der Sprengsatz, der die fünf Kinder am Donnerstag tötete, sei von Spezialisten bereits vor rund einer Woche platziert worden. Die Falle habe bewaffneten Palästinensern gegolten, die aus der Gegend regelmäßig Mörsergranaten auf israelische Ziele abfeuerten.

Die miteinander verwandten Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren waren auf einem Feldweg unterwegs zu ihrer Schule in Khan Younis, als eines von ihnen den Sprengsatz mit einem Fußtritt zur Explosion brachten. Zwei weitere Kinder wurden bei dem Zwischenfall verletzt, eines von ihnen schwer. Zunächst hatte es geheißen, eine liegen gebliebene Panzergranate sei detoniert.

Etwa 15.000 Palästinenser nahmen am Freitag Nachmittag in Khan Younis an dem Begräbnis der Kinder teil, die alle zu der Al Astal-Großfamilie gehörten. Bei Zusammenstößen palästinensischer Demonstranten mit israelischen Soldaten am Rande des Trauerzugs wurde ein 15-Jähriger getötet. Nach palästinensischen Angaben wurde er von israelischen Geschossen getroffen; die Armee sprach hingegen von einem tödlichen Unfall bei der Vorbereitung eines Brandsatzes. (APA)

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