Kindergeld: Entgegen Haupt-Ankündigung offenbar doch keine Übergangsfristen

23. November 2001, 13:16
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Angeblich wollen manche Frauen sogar die Geburt verzögern

Wien - Die von der FPÖ angekündigten Übergangsfristen für den Erhalt des Kindergeldes schon vor dem Stichtag Jänner 2002 kommen nicht, berichtet die "Presse" (Freitag-Ausgabe). Im Frühjahr hatte Sozialminister Herbert Haupt (F) noch Übergangfristen für jene angekündigt, deren Kinder diesen Herbst zur Welt kommen und die kein Karenzgeld beziehen. Nun fragen manche Frauen bei ihrem Gynäkologen an, den Geburtstermin über den Stichtag hinaus zu verzögern. Die Grünen wollen mittels Abänderungstrag am Freitag im Nationalrat doch noch Übergangsregelungen erreichen.

In den Genuss des neuen Kinderbetreuungsgeldes von 6.000 Schilling kommen auch jene, die bisher kein Karenzgeld erhielten. Das sind Hausfrauen, Studentinnen oder Arbeitslose. Kommt das Kind aber bis 31. Dezember 2001 zur Welt, gibt es für solche Mütter nichts.

Haupt hatte im März eine Art Einschleifregelung angekündigt. Er schloss damals auch nicht aus, dass diese sogar den vollen Anspruch haben könnten. Die Regierung lud inzwischen die Länder ein, in der Übergangsphase auszuhelfen. So versprach Oberösterreichs Landesrätin Ursula Haubner (F) ein Landeskindergeld für jene, deren Kinder zwischen Juli 2000 und Dezember 2001 geboren sind. Diese Mütter bekommen statt der 6.000 Schilling im Schnitt 550 Schilling monatlich. In Kärnten gibt es ebenfalls ein Kindergeld, in der Steiermark ist ein diesbezügliches Gesetz in Vorbereitung. (APA)

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