Pakistan: Kämpfe zwischen Taliban-Gegnern und Anhängern

22. November 2001, 18:46
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Militär vermittelte Waffenruhe

Peshawar - Bei Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern der Taliban-Miliz sind in Pakistan mindestens acht Menschen verletzt und dutzende Häuser niedergebrannt worden. Die Gefechte brachen laut Behörden am Mittwochabend in der entlegenen Grenzregion Para Chinar aus, nachdem Angehörige des Mangal-Stammes aus Afghanistan zurückkehrenden Taliban-Anhängern Waffen und Geld abgenommen hatten. Als Vergeltung griffen Angehörige des Parachamkani-Stammes, der den Taliban nahe steht, daraufhin Dörfer der Mangal an.

Nach Gefechten zwischen beiden Seiten, die die ganze Nacht über andauerten, griffen pakistanische Truppen ein und vermittelten eine Waffenruhe, wie es weiter hieß. Vergangenen Monat waren mehr als 10.000 pakistanische Sympathisanten der Taliban nach Afghanistan gezogen, um an der Seite der Miliz gegen die USA zu kämpfen. Mehr als die Hälfte von ihnen sind nach dem Sturz des Regimes wieder zurückgekehrt. (APA)

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