Goalgetter Barbarez kritisiert Kurt Jara

22. November 2001, 19:29
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Der HSV-Trainer zeigt sich an "Radogoal" Gilewicz interessiert

Hamburg - Der Trainer des HSV, Kurt Jara bekommt die Härte der Deutschen Bundesliga zu spüren. Sergej Barbarez, Torschützenkönig der vergangenen Saison kritisiert laut einer Meldung von Sport1.at Österreichs Meistertrainer. Schon vor dem schwachen Spiel gegen Schalke hatte Barbarez betont, dass der Effekt des Trainerwechsels "verbraucht" sei und man "keinen Schritt vom Fleck gekommen ist". Nach zwei Siegen zu Beginn der Ära Jara, holte der HSV aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt. "Es ist frustrierend, dass es sich nicht besser entwickelt für uns", sagt der Bosnier. Er hatte schon vor Saisonbeginn gemahnt, der Kader sei "viel zu schwach für hohe Ziele".

Torflaute

Barbarez gab zu, dass es auch bei ihm nicht sonderlich läuft. Er ist nach zwei Bänderverletzungen zu Saisonbeginn noch nicht in alter Form. Grund für die Torflaute sei aber auch die Taktik des HSV. Jara setzt zumeist nur ihn als einzige klassische Spitze ein. "Hinter den Spitzen war ich gefährlicher, hatte mehr Ballkontakte und konnte daher effektiver spielen."

Jara kontert: "Er hat ein Kopfproblem"

"Er ist unzufrieden, hat ein Kopfproblem", sagt Jara, übt aber auch Kritik: "Sicher muss er mehr und besser angespielt werden, aber Sergej muss sich läuferisch auch mehr anbieten."

Eine Alternative: Gilewicz

Von Babarez' Leistungen enttäuscht sucht Jara eifrig nach Stürmern. Ein Wunschkandidat wäre Radoslav Gilewicz vom FC Tirol. Der 30-jährige Pole zeigt sich zwar interessiert, würde aber gerne aus familiären Gründen in Innsbruck bleiben. Der schwer verschuldete FC Tirol könnte jedoch bei einem entsprechenden Angebot des HSV nur schwer "Nein" sagen.

Bis zu 70 Millionen Schilling wäre den Hanseaten ein neuer Stürmer wert, "Co-Trainer" Linzmaier sieht sich mittlerweile auch nach südamerikanischen Ballzauberern in Argentinien um.

Yeboah zu haben

Ghanas Nationalspieler Anthony Yeboah (35) hat sich mit dem HSV auf eine vorzeitige Vertragsauflösung zum Jahresende geeinigt. Der einstige Torjäger, der im Konzept von Jara keine Rolle mehr spielt, will sich nach einem neuen Klub umsehen. (APA/red)

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