Vor Thailands Küste sammelt sich hochgiftiger Abfall

22. November 2001, 15:48
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Gewässer sind laut Greenpeace mit einer ganzen Reihe Chemikalien extrem belastet

Bang Pu - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Donnerstag vor dem Verzehr von Meeresfrüchten aus dem Golf von Siam gewarnt. In Ablagerungen und Wasserproben, welche die Organisation in den Gewässern vor der thailändischen Küste entnommen habe, seien sieben hochtoxische Chemikalien entdeckt worden.

Vom Industriepark Bang Pu in Samut Prakarn, 30 Kilometer südlich von Bangkok, reiche die Verschmutzung 35 Kilometer weit ins Meer hinein. Alle dort gefangenen Fische und Meeresfrüchte seien stark belastet. Greenpeace rief die thailändische Regierung auf, sich des Problems rasch anzunehmen.

Die laut Greenpeace gefundenen Umweltgifte gehören zum so genannten "Dreckigen Dutzend", deren Produktion und Einsatz im Mai mit einer UN-Konvention verboten wurde. Die so genannte POP-Konvention ist allerdings noch nicht in Kraft getreten. Im Bericht über Bevölkerungs- und Umweltveränderungen 2001 waren die Vereinten Nationen zu dem Schluss gekommen, dass die Gesundheit der Menschen in Thailand von mehreren Millionen Litern ungeklärter Industrieabwässer gefährdet wird. (APA/AP)

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