Gegen Benachteiligung von Musikerinnen ankämpfen

25. November 2001, 14:14
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Frauenmusiktage in Salzburg verschaffen Frauen Auftritts- möglichkeiten

Salzburg - Neun verschiedene Frauen-Ensembles machen bei den Salzburger "Frauenmusiktagen" im Salzburger Kulturgelände Nonntal, Salzburger Literaturhaus, Urbankeller und in den Räumen der "Salzburg Association" den männlichen Musikern Konkurrenz. Bei den bisherigen sieben Veranstaltungen war der Andrang des auch männlichen Publikums enorm, der künstlerische Wert der Frauenbands unbestritten. Als letzter Höhepunkte der Frauenmusiktage steht am Mittwoch, dem 28. November, ein Liederabend mit dem Titel "Mägdelein und Teufelsweib" auf dem Programm.

Die Frauenmusiktage würden oft missverstanden als Förderung zweitklassiger aber eben weiblicher Musikerinnen, sagte Susanne Derigo, vom Veranstalter Kulturspur. Es gehe vielmehr darum, den qualitativ gleichwertigen, im Konzertbetrieb aber benachteiligten Musikerinnen Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen. "Wenn Frauen auf den Bühnen genauso präsent wären wie ihre männlichen Kollegen, dann würde auch bei Publikum, VeranstalterInnen und Schulen die Akzeptanz gegenüber den weiblichen Musikerinnen wachsen", so Derigo.

Bei den bisherigen Veranstaltungen der Frauenmusiktage haben etwa die Salzburger Jazzpianistin Sabina Hank, die Chansonsängerin Edith Meixner oder die Volksliedsängerinnen Maria Walcher und Roswitha Meikl ein größeres Publikum begeistert, als sich die Veranstalterinnen erwartet hatten. Die Frauenmusiktage werden ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen organisiert und kosten daher nur 150.000 Schilling. (APA)

Kartenbestellungen und Detailinformationen unter 0662 / 871639
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