EVN-Rating von Moody's bestätigt - Ausblick auf "negativ" gesenkt

22. November 2001, 15:06
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Nach Anleiheplatzierung steigende Verschuldung - Geringere Profitabilität in liberalisierten Markt - S&P bestätigt Rating und Ausblick

Wien - Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat das "Aa3"-Rating für langfristige Verbindlichkeiten der EVN bestätigt, den Ausblick aber von "stabil" auf "negativ" zurückgenommen. Die Erwartung einer steigenden Verschuldung des Unternehmens und geringere operative Profitabilität in einem liberalisierten Strommarkt führt die Ratingagentur in einer Aussendung von Donnerstag als Begründung für diesen Schritt an. Diese Faktoren können laut Moody's weiteren Druck auf das EVN-Rating ausüben.

Moody's führt die starke Marktposition als "führendes Mitglied der EnergieAllianz", die Maßnahmen zur Kostenreduktion und die Diversifizierung in neue Geschäftssparten wie Wasser- und Abfallwirtschaft als teilweise lindernde Faktoren an. Dennoch stößt sich die Ratingagentur an dem erwarteten Anstieg der Verschuldung um rund 210 Mill. Euro (2,9 Mrd. S) durch die geplante Ausgabe einer Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 300 Mill. Euro.

Anders als Moody's beurteilt Standard & Poor's (S&P) die EVN. Die Ausgabe der 300-Mill.-Euro-Anleihe habe keine Auswirkungen auf das "AA-"-Rating und den stabilen Ausblick von EVN, heißt es in einer S&P-Aussendung. Durch die Einnahmen könne EVN das Investitionsprogramm finanzieren und die kurzfristigen Schulden reduzieren, so die Ratingagentur S&P. (APA)

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