Robertson zeigt Verständnis für russisches Vorgehen in Tschetschenien

22. November 2001, 13:53
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Sorge über angewendete Mittel im Kampf gegen Separatisten

Moskau - NATO-Generalsekretär George Robertson hat Verständnis für das Vorgehen der russischen Führung in der abtrünnigen Kaukasusrepublik Tschetschenien geäußert. Die westliche Allianz habe seit den Terroranschlägen vom 11. September in den USA ihre Meinung in dieser Frage geändert, sagte Robertson am Donnerstag in der südrussischen Stadt Wolgograd. Die NATO beobachte den Konflikt insbesondere wegen der Opfer unter den Zivilisten allerdings weiter mit Sorge. "Wir müssen weiterhin unsere Sorgen ausdrücken, allerdings nicht über die Ziele, sondern über die Methoden Russlands", sagte Robertson.

Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass die tschetschenischen Separatisten Verbindungen zu terroristischen Netzwerken hätten, sagte Robertson. Die NATO habe die Tschetschenen daher aufgefordert, diese Verbindungen aufzukündigen. Russlands Präsident Wladimir Putin hat die tschetschenischen Rebellen wiederholt mit mutmaßlichen Terrorgruppen in Afghanistan in Verbindung gebracht. Seit dem 11. September hält sich der Westen mit Kritik an Russland wegen des über zweijährigen Kriegs in der Kaukasusrepublik zurück. (APA)

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