Schweinemast-Skandal: Bayerischer Tierarzt bleibt in U-Haft

22. November 2001, 12:49
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Es droht Fluchtgefahr - seit Ende Jänner im Gefängnis

Straubing/Nürnberg - Der Hauptverdächtige im so genannten Schweinemast-Skandal in Bayern, ein Straubinger Tierarzt, bleibt in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht Nürnberg (OLG) hat bei einem Haftprüfungstermin wegen dringenden Tatverdachts und Fluchtgefahr die Fortdauer der Haft gegen den Veterinärmediziner angeordnet.

Fluchtgefahr

"Fluchtgefahr ist gegeben, weil der Angeschuldigte in einem Schreiben angekündigt hat, nach Haftentlassung weit weg zu fahren", erklärte OLG-Sprecher Bernhard Wankel am Donnerstag die Entscheidung des Gerichtes. Der Tierarzt sitzt seit Ende Jänner im Gefängnis. Er wird auch mit Medikamenten-Lieferungen nach Österreich in Zusammenhang gebracht. Vor knapp einem Jahr hatten die vermutete Verwendung illegaler Mittel zu zahlreichen Durchsuchungen und Sperren landwirtschaftlicher Betriebe geführt.

Anklage

Mitte Oktober hatte die Staatsanwaltschaft Regensburg Anklage gegen den Veterinärmediziner erhoben. Auf 271 Seiten wird er beschuldigt, mehr als 1.000 Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz begangen zu haben. Er soll unerlaubt mit Medikamenten gehandelt und nicht zugelassene Mittel zur Behandlung von Tieren von Bauern benutzt haben. Ein Termin für den Prozess steht nach Angaben eines Sprechers des Landgerichtes Regensburg noch nicht fest. (APA/dpa)

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