Unterricht mit tragbaren Computern ist schön aber teuer

22. November 2001, 11:26
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Soziale Kluft nimmt in der Schule wieder größeren Raum ein

Wien/Krems - Der Unterricht mit tragbaren Computern kommt bei Schülern gut an. Wie aus einer Studie der Donauuniversität (DU) Krems über Notebook-Klassen in Österreich hervorgeht, sieht fast die Hälfte der befragten Schüler positive Auswirkungen auf den Unterrichtsstil der Lehrer und den Lerneffekt, nur zehn Prozent sehen Verschlechterungen.

Aber auch Lehrer, Eltern und Direktoren stehen dem Notebook-Einsatz positiv gegenüber, wie die vom DU-Zentrum für Bildung und Medien durchgeführte Studie bei zwölf Notebook-Klassen mit 418 Schülern im Alter von 14 bis 20 Jahren zeigt. Österreichweit werden laut DU an über 100 höheren Schulen Notebooks verwendet. Direktoren hoffen dabei auf einen Imagegewinn für ihre Schule, Lehrer erkennen den Laptop-Einsatz als Zeichen eines anspruchsvollen Unterrichts und werten die größere Selbstverantwortung der Schüler als positiv.

Klassen nicht für Laptops gerüstet

Von den Schülern werden die Laptops auf vielfältige Weise eingesetzt. Sie nutzen sie zu mehr als 75 Prozent für Präsentationen, gefolgt von Recherchearbeiten im Internet und als bloßes Textverarbeitungs-Werkzeug. Die Jugendlichen sehen allerdings auch einige Probleme: 47 Prozent der Schüler kritisieren die mangelnden oder nicht ausreichenden Fähigkeiten bzw. Ideen ihrer Lehrer. Und jeder Dritte sieht einen massiven Mangel an geeigneter ergonomischer Ausstattung der Notebook-Klassen.

hohen Kosten der Computer schafft neue "Elite"

Als besonderes Problem werden die hohen Kosten der Computer gesehen. Denn diese werden, wie aus der Studie hervorgeht, überwiegend von den Eltern bezahlt. Es gebe kaum effizientes Sponsoring oder andere Unterstützung, und auch Leasing- oder Kreditvarianten seien sehr selten. "Dies wird als bedenklich im Sinne der Schaffung einer finanziellen 'Elite' erkannt" und sei mit der Angst vor einer sozialen Selektion der Ausbildung verbunden, heißt es in dem Zwischenbericht der Studie, die Anfang kommenden Jahres abgeschlossen werden soll.(APA)

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