Libro fordert Aktionäre zu Aktienumtausch für Kapitalschnitt auf

22. November 2001, 10:21
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Einreichfrist läuft bis 22. Februar 2002 - RZB mit Umtausch beauftragt

Wien - Die in Ausgleich befindliche Buch- und Medienhandelskette Libro hat am Donnerstag alle Aktionäre aufgefordert, für die Durchführung der Kapitalherabsetzung auf 70.000 Euro (963.221 S) ihre alten Aktien zum Umtausch im Verhältnis 134 alte Aktien gegen eine neue Aktie zu hinterlegen.

Wie Libro unter Hinweis auf eine amtliche Verlautbarung in der heutigen Ausgabe der "Wiener Zeitung" weiter mitteilte, werden alle Altaktien, die bis 22. Februar 2002 nicht bei der mit dem Settlement beauftragten Raiffeisen Zentralbank (RZB) eingereicht worden sind, für kraftlos erklärt. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung von Libro werden die dafür ausgegebenen neuen Aktien verwertet, der daraus erzielte Erlös wird dann anteilsmäßig auf die für kraftlos erklärten Aktien aufgeteilt werden.

Handel in Altaktien wird ausgesetzt

Nach Ablauf der Einreichfrist wird der Handel in Altaktien der Libro AG an der Wiener Börse ausgesetzt werden, gab Libro weiter bekannt. Eine Wiederaufnahme des Handels werde nach Umtausch der alten Aktien im Verhältnis 134 zu eins ausschließlich in neuen Libro-Aktien erfolgen.

Der Kapitalschnitt, mit dem der auf jede Stückaktie entfallende anteilige Betrag des Libro-Grundkapitals auf 1 Euro verringert wird, wurde wie berichtet in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. September 2001 beschlossen.

Mit der Kapitalherabsetzung sollen Bilanzverluste teilweise ausgeglichen werden, die Annahme des gerichtlichen Ausgleichs durch die Gläubiger gefördert und das Grundkapital an den wirtschaftlichen Wert des Unternehmens angepasst werden. Nach früheren Libro-Angaben soll damit die Voraussetzung für eine gesondert zu beschließende Kapitalaufstockung durch einen Financier geschaffen werden, der das Ausgleichserfordernis finanziert. Für Libro wäre die Gefahr eines Anschlusskonkurses dann abgewendet. (APA)

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