NTT rutscht tief in die roten Zahlen

22. November 2001, 10:15
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Prognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten revidiert

Tokio - Der führende japanische Telekom-Anbieter NTT ist im ersten Halbjahr des Ende März endenden Geschäftsjahres 2001/02 auf Grund von Firmenwertabschreibungen und Restrukturierungskosten tief in die roten Zahlen gerutscht. Wie NTT am Donnerstag in Tokio nach Börsenschluss mitteilte, wurde ein Nettoverlust in Höhe von 261,83 Mrd. Yen (2,41 Mrd. Euro/33,2 Mrd. S) nach einem Reingewinn in Höhe von 175,4 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet. Für die für 5,5 Mrd. Dollar (6,23 Mrd. Euro/85,8 Mrd. S) übernommene US-Internet-Firma Verio Inc und die jüngsten Personalmaßnahmen fielen Abschreibungen und Restrukturierungsaufwendungen von zusammen 498 Mrd. Yen an.

Die ergebnisbelastenden Sonderaufwendungen waren von Analysten weitgehend erwartet worden. Der Umsatz betrug nach Firmenangaben 5,81 Billionen Yen nach 5,49 Billionen Yen vor zwölf Monaten.

Prognosen deutlich nach unten revidiert

NTT revidierte auch die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr deutlich nach unten. Es sei nun mit einem Netto-Verlust in Höhe von 331 Mrd. Yen rechnen, statt des bis vor zwei Wochen erwarteten Gewinns in Höhe von drei Mrd. Yen und 464 Mrd. Yen im Vorjahr. Als Umsatz zum Ende des laufenden Geschäftsjahres prognostizierte NTT 11,81 Billionen Yen nach 11,4 Billionen Yen im Geschäftsjahr zuvor.

NTT hatte bisher von den guten Ergebnisse der Mobilfunktochter NTT DoCoMo und dem Festnetzgeschäft profitiert. NTT DoCoMo verzeichnete jedoch in der ersten Geschäftsjahreshälfte auf Grund hohen Wettbewerbsdrucks einen Ergebniseinbruch. Auf die Beteiligung an KPN Mobile wurde eine Abschreibung in Höhe von 4,7 Mrd. DM (2,40 Mrd. Euro/33,1 Mrd. S) getätigt, die dem Unternehmen einen Verlust einbrachte. Auf dem Festnetz-Markt hat NTT zudem seit vergangenem Jahr durch die erzwungene Öffnung seiner Netze verstärkten Wettbewerb bekommen. Der Konzern will eigenen Angaben zufolge nun rund 100.000 statt bisher 60.000 Mitarbeiter bei Tochtergesellschaften ansiedeln. Mit diesem Schritt will NTT Kosten sparen, da die Löhne bei den Tochtergesellschaften geringer sind.

An der Börse schlossen die NTT-Aktien bei einem gut behaupteten Gesamtmarkt 2,5 Prozent höher. (APA/Reuters)

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