Ausbau von bis zu 15.000 Dachböden im Wiener Raum

22. November 2001, 23:28
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Immobilienmakler erwarten Impulse für Bauwirtschaft

Wien - Die Immobilienwirtschaft erwartet sich von der in der Nacht auf Donnerstag beschlossenen Wohnrechtsnovelle Impulse zur Belebung der Baukonjunktur. So können durch die von der Regierung beschlossene Freigabe der Vermietung ausgebauter Dachwohnungen "allein im Wiener Raum bis zu 15.000 Dachböden ausgebaut und dem Markt zugeführt werden", meinte Gerhard Steller, Innungsmeister der Immobilen- und Vermögenstreuhänder bei einer Veranstaltung am Mittwoch Abend.

Preisregelung - vom Mietrechtsgesetz (MRG) ausgenommen

Bisher hätten die meisten Dachböden nur als "Kategorie D"-Wohnungen vermietet werden können, was dazu geführt habe, dass der Ausbau des Daches gar nicht in Angriff genommen worden sei. Durch die neuen Bestimmungen wurden nun die Dachausbauten teilweise - beispielsweise bei der Preisregelung - vom Mietrechtsgesetz (MRG) ausgenommen. Die nun vorgenommenen Gesetzesänderungen zum Dachbodenausbau seien auf unsere Initiative der Immobilienwirtschaft, in die Gesetzesvorlage aufgenommen worden, sagte Steller.

Oppositionsparteien und die Arbeiterkammer zweifeln an Konjunkturwirksamkeit

Die Oppositionsparteien und die Arbeiterkammer (AK) hatten am Mittwoch massive Zweifel an der Konjunkturwirksamkeit der Maßnahmen in der Wohnrechtsnovelle geäußert. Die Zahl der Dachbodenausbauten sei von der bestehenden Nachfrage abhängig. Und diesen werde wiederum von anderen Faktoren als dem Mietpreis - beispielsweise von der Lage - bestimmt, meinte etwa AK-Wohnrechtsexperte Franz Köppl. (APA)

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