Internationale Christdemokratie wählt Aznar zum Vorsitzenden

22. November 2001, 19:24
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Ideologische Plattform verabschiedet

Mexiko-Stadt - Die Internationale der christdemokratischen Parteien hat am Mittwoch bei einer Versammlung in Mexiko den spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Wie Aznar und der Chef der in Mexiko regierenden Partei der Nationalen Aktion (PAN), Felipe Bravo Mena, auf einer Pressekonferenz mitteilten, wurde die Organisation außerdem in "Internacional Democrata de Centro" (Internationale des Demokratischen Zentrums) umbenannt.

"Neugründung" der Internationalen der christdemokratischen Parteien

Aznar sprach nach seiner Wahl von einer "Neugründung" der Internationalen der christdemokratischen Parteien, die in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feierte. Die Versammlung verabschiedete auch eine ideologische Plattform, in der sie sich zu einer offenen Gesellschaft, zur Verteidigung der Menschenrechte und zur Marktwirtschaft bekennt. Der Internationalen gehören weltweit 93 Parteien an, die meisten aus Europa und Lateinamerika. Die CDU ist nach Aussage Hintzes von der Mitglieder- und Wählerzahl die größte Einzelorganisation der CDI.

Die Teilumbenennung war nach Angaben Hintzes und des Chefs des internationalen Büros der CDU, Guido Herz, beschlossen worden, weil das Wort "Christlich" als Parteietikett in manchen Teilen der Welt negativ besetzt sei. Auch manche bedeutenden Mitgliedsparteien, wie die PAN in Mexiko oder die Volkspartei Aznars, führten es nicht im Namen. Im Prinzip habe die Organisation jetzt einen Doppelnamen. Mit der Wahl eines amtierenden Regierungschefs solle das politische Profil der CDI gestärkt werden. Aznar löste den früheren belgischen Ministerpräsidenten Wilfried Martens ab. (APA/dpa)

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