Voest Alpine legt Kaufangebot für Polynorm

22. November 2001, 14:26
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Preisangebot bei 70 Euro je Aktie

Linz - Die Voest Alpine AG, börsenotierter österreichischer Stahlkonzern, hat am Mittwoch über ihre 100-Prozent-Tochter Voest-Alpine Automotive GmbH ein öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre des niederländischen Automobilzulieferkonzerns Polynorm N.V. gelegt, hieß es in einer ad-hoc-Aussendung. Das Preisangebot betrage 70 Euro (963 S) je Stammaktie und Aktienzertifikat. Alle Stammaktien von Polynorm ergeben zum Offertpreis laut früheren Angaben einen Wert von 127 Mill. Euro (1,75 Mrd. S). Die Angebotsfrist beginne am 22. November 2001 und ende am 19. Dezember 2001 um 15 Uhr, vorbehaltlich einer Fristverlängerung.

Die Kernaktivität des Automobilzulieferkonzerns Polynorm liegt in der Entwicklung und Herstellung von Karosseriemodulen und -komponenten aus Stahl, Aluminium, Kunststoff und Verbundwerkstoffen für die Automobilindustrie. Zur Polynorm-Gruppe gehören auch Unternehmen, die Produkte für die europäische Bau- und Installationsindustrie erzeugen. Polynorm erzielte im Jahr 2000 einen Umsatz von 469 Mill. Euro (6,5 Mrd. S), davon 267 Mill. Euro im Automobilsektor. Der Betriebserfolg belief sich auf 25,7 Mill. Euro und der Nettogewinn auf 13,9 Mill. Euro.

Konzentration auf Automobilsektor

Polynorm will sich auf die Aktivitäten im Automobilsektor konzentrieren und demnach die Bereiche Installationsprodukte und Bauprodukte abgeben. Für Installationsprodukte wurde am 18. Oktober bereits eine Absichtserklärung mit Halder bekanntgegeben. Zu den Kunden von Polynorm zählen unter anderem BMW, DAF, DaimlerChrysler, FMC (Ford, Jaguar, Volvo), General Motors (Opel), PSA (Peugeot, Citroen), Renault, Scania und VW.

Die Voest Alpine hatte bereits am 22. Oktober 2001 bekannt gegeben, die Polynorm übernehmen zu wollen. /APA)

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