Skinhead wegen Verhetzung und Nötigung verurteilt

21. November 2001, 20:49
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Bedingte Haftstrafe - Urteil nicht rechtskräftig

Graz - Ein junger Oststeirer wurde am Mittwoch im Grazer Straflandesgericht von einem Geschworenengericht der Wiederbetätigung für schuldig befunden. Der 19-jährige wurde zu einer Haftstrafe von zwei Monaten wegen Verhetzung und Nötigung bedingt verurteilt. Er hatte Nazi-Parolen geschrien und rechtsradikales Material gesammelt. Vom Vorwurf der Wiederbetätigung wurde er freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Andreas H. war seit 1999 immer wieder aufgefallen, weil er in Gasthäusern und auf der Straßen als Skinhead unterwegs war und Parolen rief. "Heil Hitler", "Scheiß-Ausländer" "Du gehörst in die Gaskammer" sollen einige seiner Äußerungen gewesen sein. Seine Rechtfertigung: Er habe nur mitgemacht, es seien eben seine Freunde gewesen. Außerdem sei er oft betrunken gewesen. Nun habe er aber eine Freundin und nun interessiere ihn das alles nicht mehr.

Der Geschworenensenat glaubte nicht so ganz an die Unschuld des "Mitläufers" und verurteilte den Oststeirer. Er erbat sich Bedenkzeit. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. (APA)

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