Eine Frau für die Berlin-Konferenz

21. November 2001, 14:26
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Delegation des Ex-Königs Mohammed Zahir hat "auf jeden Fall" ein weibliches Mitglied

Rom - Der von Ex-König Mohammed Zahir nominierten Delegation bei der bevorstehenden Berliner Afghanistan-Konferenz wird mindestens eine Frau angehören. Das gab der Berater des früheren Monarchen, Abdul Sattar Sirat, am Mittwoch in Rom bekannt. Die Liste der Delegationsmitglieder sei noch nicht vollständig. Sie werde aus Repräsentanten aus dem Land wie aus der Emigration und der Diaspora bestehen. "Es wird eine oder zwei Frauen" geben, sagte Sirat. Es handle sich dabei um Persönlichkeiten aus dem Exil in Deutschland oder den USA.

Vier Gruppierungen nehmen teil

Der UNO-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi hatte nach Konsultationen mit dem Weltsicherheitsrat angekündigt, dass vier Gruppierungen an der von den Vereinten Nationen vorgeschlagenen Konferenz über die politische Zukunft Afghanistans teilnehmen werden. Die Konferenz soll nächste Woche in Berlin stattfinden. Es handelt sich bei den geplanten Teilnehmerdelegationen um die Nordallianz, auf die sich der nach Kabul zurückgekehrte Präsident Burhanuddin Rabbani stützt, die Anhängerschaft des Ex-Königs, die so genannte Peshawar-Konvention und die "Zypern-Gruppe", in der Flüchtlinge und die afghanische Diaspora vertreten sind.

Die Bedeutung des Monarchen

Die Rolle des 1973 während eines Auslandsaufenthalts entthronten, heute 87-jährigen Monarchen sei in der gegenwärtigen Situation "wichtiger denn je", sagte der Berater des Ex-Königs, Zalmai Rassoul. Das afghanische Volk kenne den früheren König, den "Vater der Nation", gut; Aussagen wie jene von US-Außenminister Colin Powell könnten dem Ansehen Zahir Schahs keinen Abbruch tun, meinte Rassoul. Powell wollte dem Ex-König nur eine "symbolische Rolle" zubilligen.(APA/AFP)

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