Amnesty international prangert Folter in Mexiko an

21. November 2001, 13:39
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Trotz Zusagen von Präsident Fox kam es zu "keiner grundlegenden Änderung" der Menschenrechtslage

Mexiko - Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) wirft Polizei und Justiz in Mexiko massive Menschenrechtsverletzungen vor. Das mittelamerikanische Land gehöre zu den Staaten, in denen Gerichtsverfahren gegen Regierungsgegner oft manipuliert würden, sagte der ai-Vertreter in Mexiko, Christian Rojas, am Dienstag (Ortszeit). Um Geständnisse zu erpressen, werde häufig gefoltert.

Was Folterungen angehe, sei Mexiko mit der Türkei, Sierra Leone, Ägypten und Tschetschenien zu vergleichen. Rojas warf der mexikanischen Regierung vor, eine "Vogel-Strauß-Politik" zu betreiben und Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren.

Präsident Vicente Fox hatte mehrfach erklärt, sich für die Achtung der Menschenrechte einzusetzen. Seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr hat sich die Situation jedoch nicht grundlegend geändert. Für Aufsehen hatte vor einem Monat die Ermordung der Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Digna Ochoa gesorgt. Sie war in ihrem Büro erschossen worden.(APA/AP)

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