Nagano mit Mahler, Piplits' Persephone und ein Giardino Armonico

23. November 2001, 14:48
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"Kontinuität und Veränderung" bei Osterklang 2002

Wien - Das Motto "Kontinuität und Veränderung" gab Wiens Musikintendant Roland Geyer am Mittwoch bei einem Pressegespräch zur Vorstellung des Programms des Festivals Osterklang 2002 an. Wieder werden die Wiener Philharmoniker das Eröffnungskonzert (22.3., 19 Uhr, im Musikverein) bestreiten, erstmals mit Nikolaus Harnoncourt und Bach: Auf dem Programm steht die Matthäus-Passion, Matthias Goerne singt den Jesus.

Zum dritten Mal übernimmt der Serapions Theater-Prinzipal Erwin Piplits für Osterklang eine szenische Realisierung: Mit seinem Schauspieler-Ensemble, dem Concentus Vocalis sowie Andrea Eckert in der Titelrolle erarbeitet er eine Aufführung von Igor Strawinskys "Persephone". "Persephone ist ja ein griechischer Mythos und als solcher sehr offen", meinte Piplits, den an der Geschichte der Zeus-Tochter, die sich aus Mitleid mit den Toten in die Unterwelt begibt, die Aspekte der Wiedergeburt und des "Erkenne-Dich-selbst" besonders interessieren. Michael Boder (der 2004 die Festival-Eröffnung mit den Philharmonikern gestalten wird) dirigiert das RSO Wien, Premiere im Odeon ist am 26.3. (20 Uhr).

Ensemble in Residence ist 2002 das Barockensemble Il Giardino Armonico. Es bestreitet das Karfreitagskonzert im Theater an der Wien mit Johann Adolf Hasses Oratorium "I Pellegrini" (29.3., 19.30 Uhr) sowie das Oster-Nachtkonzert im Stephansdom (31.3., 23 Uhr) mit Pergolesis "Stabat Mater".

Geiger Gidon Kremer bringt am 28.3. (20 Uhr) in der Minoritenkirche neben Werken von Bach und Händel auch die Uraufführung eines Auftragswerks des lettischen Komponisten Peteris Vasks "Eine Spur des Lichts"), seine Kollegin Viktoria Mullova am 24.3. (20 Uhr) im Ronacher unter dem Titel "Trough the Looking Glass" ein Cross-Over-Konzert mit Werken von Duke Ellington, Miles Davis, Weather Report u.a.

Das Programm wird mit altrussischen sakralen Gesängen in der Minoritenkirche (25.3., 20 Uhr), einer Aufführung der Passionskantate von Carl Philip Emanuel Bach durch die Wiener Akademie unter Martin Haselböck (30.3.,, 19.30 Uhr, Hofburgkapelle) sowie dem traditionellen Abschlusskonzert im Musikverein (1.4., 19.30 Uhr), für das Stardirigient Kent Nagano gewonnen werden konnte (er bringt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin Mahlers Symphonie Nr.6), ergänzt.

Dazu sind 2002 wieder Aufführungen der Staatsoper ("Parsifal" am 28. und 30.3.) und der Wiener Symphoniker im Musikverein (31.3.) als Kooperations-Projekte in das Angebot aufgenommen, mit dem Roland Geyer den Osterklang auch 2002 "in der oberen Riege der europäischen Festivals" halten will. "Wir haben fünf erfolgreiche Jahre hinter uns und sind erpicht darauf, diese Erfolge fortzusetzen", zog Geyer Bilanz und verwies auf die bisher um die 99 Prozent betragende Auslastung der seit 1997 stattfindenden Festspiele, die jährlich rund 15.000 Besucher (ein Drittel davon aus dem Ausland) erreichten. (APA)

Osterklang 2002

22. 3. bis 1. 4. 2002,
Tel.: (01) 427 17
tickets@osterklang.at;
www.osterklang.at
  • Osterklang 2002 - Plakatmotiv
    foto: osterklang

    Osterklang 2002 - Plakatmotiv

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