Neue Verkehrsvorschriften für Österreichs Straßen

21. November 2001, 16:46
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Novelle schreibt mehr Unterrichtseinheiten für A-Schein vor

Wien - Wieder einmal müssen sich die rot-weiß-roten Verkehrsteilnehmer auf einige Neuerungen einstellen: "Die 47. Novelle zur Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung (KDV) bringt in einigen Punkten verbesserte Sicherheit und geplagten Anrainern ruhigeren Schlaf", meinte der Leiter der Rechtsabteilung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), Armin Kaltenegger am Mittwoch.

Rückfahrwarner leiser stellen

Künftig müssen die Rückfahrwarner der Lkw über 3,5 Tonnen leiser geschaltet werden können, der hohen Zahl an Motorradunfällen wird mit einer umfangreicheren Ausbildung gegengesteuert, die Höchstgeschwindigkeit von Gelenkbussen wird auf europäisches Niveau gesenkt, Lkw über 3,5 Tonnen müssen mit einem vorderen Unterfahrschutz ausgerüstet sein und Microcars werden leichter erkennbar.

Kaltenegger: "Im letzten Moment verhindert werden konnte das achsweise Vermischen von Sommer- und Winterreifen. Die Zulässigkeit der Anbringung von Tönungsfolien auf den hinteren Seiten- und auf der Heckscheibe wurde allerdings durch die Novelle bekräftigt."

A-Schein: Statt acht nun zwölf Unterrichtseinheiten

Die praktische Ausbildung für die Klasse A wird von bisher acht auf nunmehr zwölf Unterrichtseinheiten ausgedehnt.

Gelenkbusse müssen langsamer fahren

Gelenkbusse dürfen künftig auf Freilandstraßen nur mehr 70 statt 80 km/h und auf Autobahnen 80 statt 100 km/h fahren. Lkw über 3,5 Tonnen müssen künftig mit einem vorderen Unterfahrschutz ausgerüstet sein.

Führerscheinfreie "Mopedautos" besser kennzeichnen

Microcars müssen ab 1. April 2002 hinten über ein kreisrundes, weißes, retroreflektierendes Pickerl mit der Zahl "45" verfügen. Damit ist für nachfolgende Verkehrsteilnehmer leichter zu erkennen, dass es sich bei dem Fahrzeug um ein führerscheinfreies "Mopedauto" handelt, das eine maximale Geschwindigkeit von 45 km/h erreicht.´(APA)

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