Plus für Telekom Austria

21. November 2001, 20:01
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Mobilkom "rettet" Festnetz-Mutter

Ein drastischer Sparkurs im Kernsegment Festnetz und ein abermals gutes Ergebnis der Funktochter Mobilkom: Das sind die Ingredienzien für das am Mittwoch vorgelegte Neunmonatsergebnis der Telekom Austria (TA). Der Wermutstropfen: Der Umsatz der Telekom Austria AG (Festnetz, Internet, Datakom und anteilsmäßig Mobilkom) brach um 5,5 Prozent auf 2,001 Mrd. EURO (27,53 Mrd. S) ein.

Mehr als wettgemacht wurde dies von der Mobilkom (an der TA 75 Prozent hält, der Rest gehört Telecom Italia, Anm.), deren Umsatz um 13,9 Prozent auf 1,27 Mrd. EURO stieg. Früheren Angaben zufolge wurde der Verlust von Marktanteilen im Festnetz bereits gebremst.

Ein zweistelliges Plus steht hingegen vor dem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda). Die TA AG (inkl. Mobilkom at equity) steigerte ihr Ebitda um 39 Prozent auf 703 Mio. EURO, die Mobilkom um 34,9 Prozent auf 460,6 Mio. EURO. Ergo verbesserte sich das Gesamtkonzern-Ebitda um 37,4 Prozent auf 1,163 Mrd. EURO. Darin enthalten sind laut TA zwar die Kosten (3,7 Mio. EURO) für die Vorruhestandsprogramme, nicht aber die Abschreibungen und Aufwendungen für den massiven Personalabbau.

Die Börse freute sich so sehr, dass die vor einem Jahr platzierte TA den ganzen Tag über ihrem Ausgabekurs von neun EURO blieb. (red)

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