"Attacken auf den HDCP-Kopierschutz sind weder kompliziert noch schwer"

21. November 2001, 12:23
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Amerikanische Kryptographie-Experten knackten Intels Breitband-Schutz

"Attacken auf HDCP sind weder kompliziert noch schwer", so lautet der erste Satz eines Textes von fünf amerikanischen Kryptographen, die den HDCP-( High-Bandwidth Digital Content Protection) Kopierschutz geknackt haben wollen. Schon im Sommer dieses Jahres wurden verschiedenste Möglichkeiten den Breitband-Schutz zu umgehen bekannt.

Intels Entwicklung offenbar zu wenig durchdacht

Die Kryptographen bezeichnen den von Intel entwickelten HDCP-Kopierschutz für Breitbandanwendungen als zu wenig durchdacht. HDCP soll Daten auf der digitalen Schnittstelle DVI schützen und sichert so bei der Wiedergabe des Videos das vom Rechner ausgegebene Bildsignal. Allerdings weist der Mechanismus, nach den Angaben der Kryptographen, einen gravierenden Fehler im linearen Schlüsselaustausch auf, der es ermöglicht Geräte ohne Private Key dennoch authentifizieren zu lassen.

Schon viele Angriffe bekannt

Die nun bekannt gewordene Attacke ist jedoch nicht die erste. Schon im Sommer wurden vier mögliche Angriffsvarianten auf HDCP bekannt. Ein Holländer behauptete wenige Wochen nach der ersten Veröffentlichung eine grundsätzliche Schwäche in HDCP entdeckt zu haben und im Besitz des Hauptschlüssels, der den Kopierschutz wertlos machen würde, zu sein.(red)

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