Österreicher reisen weniger nach Anschlägen

21. November 2001, 11:26
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Beliebtestes Reiseziel ist Italien

Wien - Die Urlaubsreisetätigkeit der Österreicher ist nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September merklich zurückgegangen. Während die Zahl der Kurzurlaube (bis zu drei Nächtigungen) im Juli um 64 Prozent und im August leicht um 0,4 Prozent stieg, war die Zahl im September um 11 Prozent rückläufig, gab die Statistik Austria heute, Mittwoch, bekannt.

Die Zahl der Haupturlaubsreisen (ab 4 Nächtigungen), die zwei Drittel der gesamten Reisen stellen, stieg im Juli um 13 Prozent und im August um 32 Prozent. Im September waren die Haupturlaubsreisen um 6 Prozent rückläufig. Bei den Geschäftsreisen gab es Steigerungen im Juli, August und September, die Zahl stieg im dritten Quartal insgesamt von 707.000 auf 931.600.

Zuwachs der Ausgaben für Reisen um 12,5 Prozent

Für den Urlaub gaben die Österreicher im dritten Quartal insgesamt 65,9 Mrd. S aus, davon entfielen 15,1 Mrd. S auf Österreich und 50,8 Mrd. S auf das Ausland. Insgesamt wurden im dritten Quartal 2001 5,66 Millionen Urlaubsreisen von Österreichern über 15 Jahren unternommen, was einem Zuwachs von 12,5 Prozent entspricht. Die Reisen führten je zur Hälfte ins In- und Ausland, wobei die Inlandsurlaube um 11 Prozent und die Auslandsurlaube um 14 Prozent zulegten. Die Zahl der Haupturlaube nahm im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent zu, die der Kurzurlaube um 9,7 Prozent. Die beliebtesten Zielländer von Haupturlaubsreisenden war nach wie vor Italien (30 Prozent), gefolgt von Griechenland (12 Prozent) und Deutschland (7 Prozent). Bei den Kurzurlaubsreisen waren Italien (39 Prozent), Deutschland (20 Prozent) und Ungarn (11 Prozent) am beliebtesten. Bei Geschäftsreisen lagen Deutschland (47 Prozent), Italien (13 Prozent) und die Schweiz (7 Prozent) vorne.

Vierzig Prozent nächtigen bei Haupturlaubsreisen nicht in Hotels

Bei der Hälfte der Kurzurlaubsreisen ins Inland wurde in unentgeltlichen Unterkünften (vor allem Zweitwohnsitze, Bekannte und Verwandte) übernachtet, bei Auslandskurzreisen wurde das Hotel bevorzugt. Auch bei Haupturlaubsreisen bevorzugten 60 Prozent der Urlauber das Hotel. Für Geschäftsreisen gaben die Österreicher von Juli bis September insgesamt 5,6 Mrd. S aus, 3,7 Mrd. S davon entfielen aufs Ausland. 580.000 Geschäftsreisen führten ins Ausland, 350.000 nach Österreich. (APA)

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