Uni-Reform: Dozenten üben Kritik an Gestaltungsvorschlag

21. November 2001, 10:56
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"Sorgloser Umgang mit Wissenspotenzial von Uni-Angehörigen"

Graz - Gravierende Mängel glauben die ao. Professorinnen und Professoren im Gestaltungsvorschlag für die Vollrechtsfähigkeit zu erkennen. Wie es in einer Stellungnahme des Österreichischen Dozentenverbandes ÖDV heißt, würden darin "unzeitgemäße und sinnwidrige Grenzziehungen" unter den Uni-Angehörigen vorgenommen, Autonomie und selbstbestimmte Organisation "konterkariert" und entscheidende Fragen wie beispielsweise die Neustrukturierung des Ministeriums nicht aufgearbeitet. ****

In der vom Vorsitzenden des ÖDV, Hans-Ludwig Holzer, unterzeichneten Stellungnahme wird die Trennung innerhalb der habilitierten Uni-Lehrerschaft "als offensichtlich gezielte und bewusste Aktion" bzw. als "Akt der Diskriminierung" auf das Schärfste zurückgewiesen. Weiters werde die gestalterische Kraft und der Ideenreichtum an den Unis missachtet - die Möglichkeiten der Mitgestaltung entsprächen nicht der Weiterentwicklung inneruniversitärer Demokratie.

Außerdem sei der Gestaltungsvorschlag nicht geeignet, "die Universitäten fortschreitend dynamisch zu internationalisieren sowie die bestehenden Leistungen in Forschung und Lehre weiter zu entwicklen". Schließlich geht der ÖDV davon aus, dass eine Vollrechtsfähigkeit ohne Einbindung der Umstrukturierungsmaßnahmen des Bundesministeriums und ohne Festlegung des künftigen Status der Medizinischen Fakultäten "undenkbar" sei. (APA)

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