Böhler-Uddeholm kauft deutschen Legierungsspezialisten

22. November 2001, 11:06
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Übernahme der Enpar Sonderwerkstoffe GmbH

Wien - Die Böhler AG in Deutschland, Tochter des Edelstahlerzeugers Böhler-Uddeholm, hat um rund 7 Mill. Euro (96 Mill. S) die Enpar Sonderwerkstoffe GmbH - vorbehaltlich der Genehmigung durch die deutsche Kartellbehörde - übernommen. Wie Böhler-Uddeholm in einer Presseinformation am Mittwoch mitteilte, ist Enpar auf das Projektgeschäft mit Legierungen (Titan, Nickel, Kobalt etc.) spezialisiert. Enpar, mit Sitz in Gummersbach, stand bisher im Eigentum der an der Londoner Börse notierten britischen Firth Rixson Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte das deutsche Unternehmen mit 22 Mitarbeitern 13,4 Mill. Euro (184 Mill. S) um.

Downstream-Strategie

Für die Böhler-Uddeholm-Gruppe ist die Übernahme von Enpar nach eigenen Angaben ein weiterer Schritt in der Downstream-Strategie, um mit einem verstärkten Serviceangebot näher an die Kunden zu rücken. Im laufenden Jahr 2001 hat Böhler-Uddeholm bereits mehrere kleinere Akquisitionen und Beteiligungen in den Bereichen Wärmebehandlung, Anarbeitung und Stahlhandel in Deutschland, Österreich, Portugal, Italien, der Türkei und Südafrika getätigt. Laut Böhler-Uddeholm wurde damit ein Umsatzvolumen von rund 43 Mill. Euro (592 Mill. S) zugekauft. Im Rekordjahr 2000 setzte der österreichisch-schwedische, in Wien börsenotierte Böhler-Uddeholm-Konzern insgesamt 1,48 Mrd. Euro (20,4 Mrd. S) um. (APA)

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