Ermittler finden keine Anthraxspuren im Haus von Milzbrandopfer

23. November 2001, 20:20
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Tod einer 94jährigen bleibt mysteriös

Washington - Der Milzbrandtod einer 94-jährigen Frau im US-Staat Connecticut wird immer mysteriöser. Die Theorie, dass die Milzbranderreger Anthrax mit der Post in das Haus der Frau gekommen sind, wurde am Freitag in Frage gestellt. Weder an Briefen noch anderswo im Hause der Frau seien Anthrax-Spuren gefunden worden, berichtete der Gouverneur von Connecticut, John Rowland. Auch im nahegelegenen Postamt seien die Tests negativ verlaufen.

Die Ermittler vermuten, der Brief an Ottilie Lundgren sei auf dem Postweg mit den Anthrax-Briefen in Berührung gekommen, die an Politiker in Washington und Medienhäuser in New York geschickt worden waren. Andere Hinweise, wie die Frau sich angesteckt haben könnte, gab es bis Freitag nicht. Lundgren ist das zweite Lungenmilzbrandopfer, dass keinerlei Verbindung zu Medienunternehmen oder Politikern hatte.

Fünf Menschen sind seit Anfang Oktober in den USA an Lungenmilzbrand gestorben, eine Krankheit, die davor 30 Jahre lang nicht aufgetaucht war. Zwei waren Postangestellte in Washington, die wahrscheinlich verseuchte Briefe sortiert hatten, ein Mann arbeitete in einem Medienhaus in Florida. Sechs hatten sich mit der gefährlichen Krankheit infiziert, überlebten aber. (APA/dpa)

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