Konferenz zu Wiederaufbau Afghanistans im Jänner in Japan

21. November 2001, 09:45
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Erstes Vorbereitungstreffen bereits abgeschlossen

Washington - Japan richtet in der zweiten Jännerhälfte eine internationale Ministerkonferenz zum Wiederaufbau Afghanistans aus. Das teilte der stellvertretende japanische Außenminister Shotaro Oshima am Dienstag in Washington mit. Ein Lenkungsgremium mit Vertretern der USA, Japans, der Europäischen Union und Saudiarabiens sei mit den Vorbereitungen betraut worden, sagte Alan Larson, US- Staatssekretär für Wirtschaftsangelegenheiten, nach Abschluss des ersten Vorbereitungstreffens. Das nächste Treffen finde in der kommenden Woche in Islamabad in Pakistan statt, teilte das US- Außenministerium mit.

Außenminister Colin Powell hatte das Treffen mit Vertretern der G- 7- Staaten sowie zehn weiterer Länder und mehrerer Hilfsorganisationen am Morgen eröffnet. Er drängte die Teilnehmer zu schnellem Handeln. "Eine ganze Generation von Afghanen hat nie Frieden gesehen, nie einen vollen Magen erlebt und nie eine vernünftige Ausbildung genossen", sagte Powell. Die Bedürfnisse der Bevölkerung müssten auf lange Sicht sicher gestellt werden. "Wir müssen jetzt die Gelegenheit ergreifen und so schnell wie möglich mit dem Wiederaufbau in den Regionen beginnen, die von der Taliban- Kontrolle befreit wurden", sagte Powell.

Das Treffen in Washington diente in erster Linie einer Bestandsaufnahme über die nötige Hilfe in den Bereichen Landwirtschaft, Ausbildung und Infrastruktur, sagte Larson. Über die nötige Geldsumme wurde nicht diskutiert. Der Wiederaufbau bedürfe einer "langfristigen, andauernden Zusage" der internationalen Gemeinschaft, betonte US-Finanzminister Paul O'Neill.

Die Gruppe beauftragte die Weltbank, das UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP) und die Asiatische Entwicklungsbank, genau zu ermitteln, was Afghanistan benötige. Bei dem Treffen in Japan könne dann konkret über erste Zahlungen beraten werden. (APA/dpa)

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