Powell ruft zu neuer Friedensinitiative auf

20. November 2001, 21:17
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Amerikanische Nahost- Initiative soll als Chance ergriffen werden

Washington - US-Außenminister Colin Powell hat Israelis und Palästinenser aufgerufen, die neue amerikanische Nahost-Initiative als Chance für ein Ende des seit 14 Monaten dauernden Konflikts zu ergreifen. Er habe mit Israels Ministerpräsident Ariel Sharon, Palästinenser-Präsident Yasser Arafat und dem Vorsitzenden der Arabischen Liga, Amr Mussa, gesprochen, die sich alle positiv zu der Initiative geäußert hätten, sagte Powell am Dienstag nach einem Gespräch mit dem deutschen Außenminister Joschka Fischer (Grüne) in Washington. Fischer lobte den Vorstoß Powells. "Die Amerikaner haben jetzt das Steuer ergriffen", sagte Fischer.

Powell hatte am Montag eine stärkere Vermittlungsrolle der USA im Nahen Osten angekündigt. Der Nahost-Abteilungsleiter des Außenministeriums, William Burns, werde Ende dieser Woche in die Region reisen. Dabei werde er vom pensionierten Admiral Anthony Zinni begleitet, der als Sonderberater an den Gesprächen über Sicherheitsfragen teilnehmen soll.

Anders als Arafat in dem Gespräch mit Powell äußerten sich einige Vertreter der Palästinenser enttäuscht über den US-Vorstoß. Planungsminister Nabil Shaath bezeichnete Powells Rede zwar als "gut", bemängelte aber das Fehlen eines Zeitplans und die Nichtbeachtung der palästinensischen Forderung nach internationalen Beobachtern. Der israelische Außenminister Shimon Peres nannte Powells Rede "positiv und voller guten Willens". (APA/dpa)

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