Der Fünf-Punkte-Plan der UNO

20. November 2001, 20:46
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Übergangsregierung soll in zwei Jahren Verfassung ausarbeiten

Islamabad - Die Afghanistan-Konferenz unter UNO-Auspizien, die ab kommendem Montag in Berlin stattfinden soll, ist der erste Schritt zur Erfüllung eines Fünf-Punkte-Plans für die politische Zukunft des Landes, den die UNO in der vergangenen Woche vorgelegt hatte. AFP gibt einen Überblick über den Vorschlag der Vereinten Nationen:

1. Die UNO beruft mit Zustimmung der Nordallianz die internationale Konferenz ein, auf der die verschiedenen Volksgruppen Afghanistans vertreten sind. Auch die vom Iran und von Pakistan unterstützten Kräfte sollen dort repräsentiert sein.

2. Die Konferenz wählt einen provisorischen Rat. Ihm steht eine afghanische Persönlichkeit vor, die als "Symbol der Nationalen Einheit anerkannt ist und um die sich alle ethnischen, religiösen und regionalen Gruppen sammeln können".

3. Der Rat schlägt eine Übergangsregierung für zwei Jahre vor.

4. Eine Versammlung aller Stammesführer, die so genannte Loya Jirga, setzt die Übergangsregierung ein und beauftragt sie, eine neue Verfassung zu entwerfen.

5. Eine zweite Loya Jirga setzt die Verfassung in Kraft und ernennt eine dauerhafte Regierung für Afghanistan. (APA)

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