Zweiter BSE-Verdachtsfall in Japan

21. November 2001, 09:28
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Zwei Tests fielen positiv aus

Tokio - In Japan ist der zweite Fall von Rinderwahnsinn bestätigt worden. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, trat der jüngste Fall bei einem Rind auf der Insel Hokkaido auf. Der erste BSE-Fall in Japan war Ende September bestätigt worden. Japan ist bisher das einzige asiatische Land, in dem die Rinderseuche nach offiziellen Angaben aufgetreten ist.

Zwei Tests an einem geschlachteten fünfjährigen Holsteiner-Rind von der Insel Hokkaido im Norden seien positiv ausgefallen, teilte das japanische Gesundheitsministerium in Tokio mit. Ein endgültiges Ergebnis wurde noch für Mittwoch erwartet.

Erster BSE-Alarm im September

Am 10. September war ebenfalls an einem Holsteiner-Rind erstmals Boviner Spongiformer Enzephalopathie (BSE) in Japan festgestellt und damit der erste offizielle BSE-Fall in Asien bestätigt worden. Seit dem 18. Oktober muss auf Anordnung der Regierung in Tokio geschlachtetes Fleisch auf BSE hin untersucht werden.

Nach dem ersten BSE-Fall war in Japan die Verfütterung von tier- und knochenmehlhaltigen Futtermitteln an Milchvieh verboten worden. Der Rindfleischverkauf ging um bis zu 70 Prozent zurück. Rund 5.800 Tier-Gesundheitsexperten wurden eingesetzt, um Stichproben in den landwirtschaftlichen Betrieben Japans auf Einhaltung der Futtervorschriften vorzunehmen. Der Rinderbestand in Japan beträgt schätzungsweise 4,5 Millionen Tiere. (APA/AP)

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