Motorradausstellung der Superlative in Wien

20. November 2001, 14:31
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"Sieger-Typen, Rennmotorräder 1920-1940" im Technischen Museum Wien

Wien - Die Ausstellung "Sieger-Typen, Rennmotorräder 1920- 1940" ist der Höhepunkt des "Jahres des Verkehrs" im Technischen Museum Wien. Von 24. November bis 24. Februar 2002 sind mehr als 120 Rennmaschinen aus aller Welt in einer der umfassendsten Schauen zur Motorradgeschichte der Zwischenkriegszeit zu sehen. Die Raritäten wurden von Museen und Privaten zur Verfügung gestellt.

Alle bedeutenden Modelle

Die Ausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl aller bedeutenden Modelle und Marken, u.a. Brough, DKW, FN, Garelli, Harley -Davidson, Norton, Moto Guzzi, Sunbeam, BMW, Velocette, Zenith oder AJS. Neben außergewöhnlichen Exponaten gibt es eigene Themeninseln zu Straßen- (Tourist-Trophy), Betonbahn- (Motodrome), Berg-, Bahn- (Dirt Track) und Rekordrennen.

Erfolgreiche Motorradmarken erlangten Kultstatus, Sieger wurden Volkshelden. Erfindungen, die der Gegenwart zugerechnet werden, wurden schon damals eingesetzt. Ein Kompressor etwa brachte eine Leistungssteigerung der Rennmaschinen von zehn auf über 50 PS.

Motorenkunde

In den Klassen bis 500 Kubik waren Einzylinder mit seitlich stehenden Ventilen Standard. Motoren mit mehreren Zylindern, im Zylinderkopf hängende Ventile waren bekannt, wurden aber nicht eingesetzt. Über 500 Kubik waren Zweizylindermotoren die Regel. Eine Kette übertrug die Kraft über die Kupplung auf ein Dreiganggetriebe. Von dort wurde die Kraft mit einer Kette oder einem Riemen auf das Hinterrad übertragen.

Einfache, offene Rohrrahmen, hinten ungefedert, vorne Federung mit einer Parallelogrammgabel waren um 1920 noch Standard. Wie beim Fahrrad gab es am Vorderrad Felgenbremsen, hinten wurden Keilbremsen oder auch schon Trommelbremsen eingesetzt. Die Abstammung vom "Drahtesel" war noch klar erkennbar.

Von 1930 bis 1935 veränderte sich das Aussehen der Motorräder, die Abstammung ist kaum mehr zu erkennen. Dieses Erscheinungsbild blieb bis Ende der fünfziger Jahre. Kriegsbedingt fand die Entwicklung von Rennmotorrädern 1940 ein Ende. Nur einige Neuentwicklungen kamen über das Reißbrettstadium hinaus. (APA)

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