Auszeichnung für Renée Schroeder

21. November 2001, 13:27
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Die Biowissenschafterin erhielt den Award "For Women in Science".

Für ihre herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Life Sciences wurde die Biowissenschafterin und Universitätsprofessorin Renée Schroeder am Dienstag abend mit dem L'Oréal Special Honor Award "For Women in Science" ausgezeichnet. Schroeder arbeitet - nach mehrjährigen Forschungsaufenthalten an ausländischen Universitäten - seit 1989 am Institut für Mikrobiologie und Genetik des Wiener Biocenters. Im Zentrum ihrer Forschung steht die Ribonukleinsäure (RNA), im Besonderen ihre Wechselwirkung mit Antibiotika.

Die Arbeit der Mikrobiologin ist besonders wegen ihrem Bezug zu Fragen über die Entstehung des Lebens sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die angewandte Forschung von Bedeutung. Schroeder ist Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO) und gehört der im Juni 2001 in Österreich neu gegründeten "Bioethik-Kommission" an. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Beseitigung der Ungleichbehandlung von Frauen im Wissenschaftsbetrieb.

Frauen in der Wissenschaft fördern

Die weltweite Initiative "For Women in Science" wurde von LÓreal in Partnerschaft mit der UNESCO ins Leben gerufen, um den Beitrag von Frauen in der Wissenschaft noch deutlicher aufzuzeigen. Mit der Kooperation soll außerdem die allgemeine Diskussion über Frauenkarrieren und Barrieren in der Wissenschaft angeregt werden.

Im Rahmen des Programms werden seit 1999 jedes Jahr fünf Preise und zehn Stipendien an Forscherinnen aus allen Erdteilen vergeben, um Frauen in der Wissenschaft zu ermutigen, und zu einer Verbesserung ihrer Arbeitssituation beizutragen.

Netzwerk für Forscherinnen

Die bisher mit dem 80.000 Schilling dotierten Preis ausgezeichneten Frauen bestätigen, dass sie in der Folge wesentlich mehr Beachtung und Wertschätzung erfahren haben und mehr Zuspruch junger Wissenschafterinnen erhalten, für die sie Vorbild und Ermutigung sind, wissenschaftliche Karrieren zu ergreifen. Dadurch entsteht gleichzeitig ein wissenschaftliches Netzwerk von Forscherinnen.

Die Laudation zur Preisverleihung hielt übrigens Österreichs einzige Dekanin Marianne Popp, von der Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik der Universität Wien.(red)

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