Zahl der Männer in Karenz stagniert

21. November 2001, 13:54
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2002 wird das Karenzgeld vom Kindergeld abgelöst

Wien - Die Zahl der KarenzgeldbezieherInnen in Österreich ist weiterhin konstant. Laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger wurden im Oktober 76.284 BezieherInnen - vorwiegend Mütter - ausgewiesen. Damit pendelt seit Jänner des Vorjahres die Zahl bei etwa 76.000. Vor vier Jahren hatte es noch mehr als 111.000 KarenzgeldbezieherInnen gegeben.

Männerkarenz rückläufig

Der Anteil der Männer stagniert weiterhin bei 1,9 Prozent. Absolut gesehen ist gegenüber dem September sogar ein leichter Rückgang von 1.467 auf 1.453 zu verzeichnen.

Kindergeld statt Karenzgeld

Ab Jänner 2002 wird das Karenzgeld vom "Kinderbetreuungsgeld" abgelöst. Derzeit beträgt die Höhe des Karenzgeldes 5.721 Schilling und wird bei AlleinerzieherInnen eineinhalb Jahre und bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile zwei Jahre gewährt. Das Kindergeld wird 6.000 Schilling betragen, und wenn beide Elternteile die Betreuung übernehmen, drei Jahre ausbezahlt. Ein Elternteil kann maximal zweieinhalb Jahre das Kindergeld in Anspruch nehmen, wobei der Kündigungsschutz allerdings nur 24 Monate dauert.

Anspruchsberechtigte

Die Zahl der Anspruchsberechtigen für das neue Kindergeld wird 2002 auf Selbstständige, Hausfrauen, Studentinnen und Bäuerinnen ausgedehnt, was den BezieherInnen-Kreis um rund 50.000 ansteigen lassen dürfte. Insgesamt sollen nach einer Hochrechnung der Statistik Austria im nächsten Jahr fast 127.000 Personen das neue Kindergeld beziehen. (APA)

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