Ohne Bits und Bytes läuft in der Medizin gar nichts mehr

20. November 2001, 11:30
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Die MEDICA zeigt die digitale Zukunft der Medizin

Düsseldorf - Die MEDICA in Düsseldorf ist eine Messe der Superlative: 3600 Aussteller aus 58 Ländern zeigen Innovationen aus Bereichen wie Medizintechnik, Elektromedizin oder Kommunikationstechnologie. Zu den Messeneuheiten in Sachen Ultraschall zählt zum Beispiel ein "optisches Stethoskop", mit dessen Hilfe der Arzt bei Hausbesuchen Ultraschallbilder vom Herzen gewinnen kann. Und die Messe, die vom 21.11.01 bis zum 24.11.01 ihre Tore geöffnet hat, zeigt auch, dass Ultraschall noch viel mehr kann. Der MEDICA-Sprecher Martin-Ulf Koch, weist auf eine weitere Neuentwicklung hin.

Was den Behandlungsbereich anbetrifft, werden auf der MEDICA zahlreiche Ultraschallgeräte vorgestellt, die das Abheilen von Wunden und Knochenbrüchen beschleunigen. Der Knochenbruch oder die Wunde wird mit niederenergetisch gepulstem Ultraschall stimuliert und diese Stimulation führt dann zu einem schnelleren Heilungsprozess - ein sehr innovatives Verfahren.

Ohne Bits und Bytes läuft in der Medizin zukünftig gar nichts mehr. Neben Behandlung und Diagnostik werden sich auch die Bereiche Kommunikation und Information entscheidend weiterentwickeln.

Denn Ärzte wollen zum Beispiel elektronische Patientenakten austauschen. Und diese Patientenakten beinhalten einmal natürlich sehr sensible Daten und sie beinhalten zum Beispiel digitale Röntgenbilder. Und das sind riesige Datenvolumen. Es geht also um sehr komplexe Fragestellungen. Und auf diese komplexen Fragestellungen haben die MEDICA-Aussteller die passenden Antworten. Beinahe schon science-fiction-artig mutet eine Innovation aus der computergesteuerten Chirurgie an. Entwickelt von der Berliner Charité, stellt die MEDICA den RoboDent vor. RoboDent ist für den Einsatz in Zahnkliniken vorgesehen und unterstützt den Arzt bei der Diagnose und während der Behandlung.

Vor der Zahnoperation werden digitale Röntgenbilder vom Kiefer aufgenommen. Und mit spezieller Software kann dann der Arzt die OP simulieren. Während der Kieferoperation ist das Werkzeug mit dem Computer verbunden. Und droht der Zahnarzt zu tief zu bohren, hält der Bohrer einfach inne. Das ist wie eine Art Navigationssystem für den Halbgott in Weiß. (red)

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