Dreidimensionales Gestalten am PC

20. November 2001, 11:00
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TrueSpace arbeitet mit NURBS-Objekten und Metaballs

Aus einem Klumpen Ton ein Kunstwerk formen - dies geht am PC mit Programmen für das dreidimensionale Modellieren. Als vielfältiges Autorensystem für professionelle 3D-Grafiker erweist sich der "Realitätsdesigner" TrueSpace 5 der amerikanischen Firma Caligari.

Oberflächengestaltung und Lichteffekte in Echtzeit

Dank der Direct3D-Technik wird auf der virtuellen Töpferscheibe von TrueSpace nicht mit abstrakten Drahtmodellen gearbeitet, sondern stets mit dem anschaulichen Modell. Oberflächengestaltung und Lichteffekte der 3D-Objekte sind stets in Echtzeit erkennbar - das zeitaufwendige Rendern - also die Umsetzung der 3D-Informationen in ein Pixelbild - entfällt. Mit einer Art Steuerknüppel kann man sich frei auf der TrueSpace-Arbeitsoberfläche bewegen und die jeweils optimale Perspektive einnehmen oder in die Welt hinein- oder herauszoomen. Ebenso können die einzelnen Objekte in alle Richtungen gedreht werden.

NURBS

Die Vorstellung vom freien Töpfern kommt vor allem bei der Gestaltung von "NURBS-Objekten" (Non-Uniform Rational B-Splines) auf. Über die Verschiebung von Knotenpunkten des Drahtmodells können alle denkbaren Verformungen der Ausgangsmodelle Würfel, Kugel oder Zylinder erreicht werden. Komplexere Figuren werden mit Hilfe von "Metaballs" erzeugt, bei denen die Umrisse ineinander fließen.

Die mitgelieferten Objekte werden ebenso wie eigene Elemente in Bibliotheken organisiert. Auch fertige Szenen werden auf diese Weise verwaltet - zur späteren Weiterbearbeitung oder Ergänzung mit neuen Ideen. Um Objekte mit eigenen Fotos zu überziehen, werden diese in die "Materialbibliothek" eingefügt. Darüber hinaus gibt es Bibliotheken für unterschiedliche Materialien, Lichtquellen oder Animationspfade. Letztere bringen Bewegung in die TrueSpace-Welt: Ausgewählte Objekte bewegen sich entlang vordefinierter Bahnen. Die so entstehende Filmszene kann als avi-Datei gespeichert werden.

Verstecken

Anstatt die Vielzahl von Gestaltungsfunktionen in Menüs und Auswahldialogen zu verstecken, ordnet Truespace diese in Symbolpaletten an. Die Werkzeugsymbole sind in logischen Gruppen auf der Arbeitsfläche verteilt und können dort nach eigenen Bedürfnissen angeordnet werden. Gebrannt werden die Töpferarbeiten wahlweise als 3D-Dateien in verschiedenen Formaten, darunter auch der Web-Standard VRML, oder als Bitmap-Fotos.

Truespace 5 läuft auf jedem Windows-Rechner (ab 95) mit mindestens 64 MB RAM - empfohlen werden 128 MB. Die jetzt in den Handel gekommenen Pakete benötigen noch ein zusätzliches Update, das im Internet heruntergeladen wird. Die Software kann zum Preis von 699 Mark (357 Euro/4.918 S) direkt bei BHV oder über den Fachhandel bezogen werden. (APA/AP)

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