Starke Beteiligung zu Wahlbeginn

20. November 2001, 12:35
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Umfragen sagen Niederlage für Premier Rasmussen voraus

Kopenhagen - Die dänischen Wahlen haben am Dienstag mit einer ungewöhnlich starken Beteiligung unter den vier Millionen Stimmberechtigten begonnen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau wurde aus den Stimmlokalen am späten Vormittag eine spürbar höhere Beteiligung als bei den vorangegangenen Wahlen gemeldet. Durch die vorzeitige Ausschreibung von Parlamentswahlen wählen die Dänen erstmals am selben Tag das "Folketing" sowie ihre örtlichen und regionalen Vertretungen.

Auch am Wahltag veröffentlichte Umfragen sagen einhellig eine schwere Niederlage für den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Poul Nyrup Rasmussen voraus. Seine Ablösung durch den gleichnamigen rechtsliberalen Oppositionschef Anders Fogh Rasmussen gilt als weitgehend sicher. Seine Partei kann nach zuletzt 24 Prozent mit einem Ergebnis deutlich über 30 Prozent rechnen und wird allen Umfragen zufolge stärkte Partei. Die Sozialdemokraten kamen 1998 auf 35,9 Prozent und liegen den Demoskopen zufolge zwischen 27 und 30 Prozent. Mehr als 20 Prozent der Befragten nannten sich noch unentschieden.

Die Sozialdemokraten regieren zusammen mit der kleinen sozialliberalen Partei "Radikale Venstre". Sie verfügen als Minderheitsregierung bisher zusammen mit zwei Stützparteien von der Linken über 88 Sitzen gegenüber 87 für die Rechtsopposition. (APA/dpa)

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