Explosion in Kärnter Chemiewerk

20. November 2001, 12:21
posten

Salzsäure ausgetreten - geringe Menge in die Gurk gelangt

Klagenfurt - Zu einer Explosion ist es Dienstag früh im Werk der Donau Chemie in Brückl im Kärntner Bezirk St. Veit/Glan gekommen. Dabei wurden drei mit 40 Tonnen Salzsäure gefüllte Tanks beschädigt. Ein Großteil der Säure floss aus, Gefahr für Menschen und Umwelt war ersten Meldungen zufolge nicht zu befürchten.

Gurk doch bedroht

Dagegen wurde später gemeldet, dass eine geringfügige Menge an Salzsäure in die Gurk gelangt ist. Rückmeldungen zufolge sei keinerlei Fischsterben zu beobachten.

Auch die Geruchsbelästigung ist gering. Lediglich im Bereich der Orte St. Gregorn und Reisdorf wurde leichter Säuregeruch wahrgenommen.

An sich umweltfreundliches Verfahren

Das Donau-Chemie-Werk stellt hochwertige Elektrolyse-Produkte nach dem Membranverfahren her. Für das umweltfreundliche Verfahren zur Herstellung von Chlor- und Natronlauge wurden 1999 rund 200 Mill. S (14,53 Mill. Euro) in die Membranelektrolyse-Anlage investiert. Bereits 1992 erfolgte die Umstellung von der organischen Chlor- zur anorganischen Chloridchemie. Bei Eisen(III-)Chlorid ist das Werk in Brückl einer der größten Produzenten Europas.

Mit den Produkten aus Kärnten werden die unterschiedlichsten Industriesparten beliefert. Die Grundstoffe fließen in die Papier- und Textilindustrie, die chemische Industrie, die Umweltindustrie sowie die Lebensmittel- und Metallindustrie ein. (APA)

Share if you care.