Insiderverdacht um Lieferantrag für Microsoft-XBox

20. November 2001, 13:40
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Angestellte des Zulieferers Nvidia sollen Firmenwissen für Aktienkäufe verwendet haben

Im Zusammenhang mit der neuen Spielekonsole XBox des US-Softwarekonzerns Microsoft wirft die Staatsanwaltschaft Angestellten des Microsoft-Lieferanten Nvidia Insiderhandel vor. Wie die Bundesbehörde für Nordkalifornien am Montag mitteilte, sollen mindestens vier Nvidia-Beschäftigte zu niedrigen Kursen Aktienpakete des eigenen Unternehmens gekauft haben, bevor Wochen später der milliardenschwere Liefervertrag zwischen Nvidia und Microsoft für die Konsole offiziell bekannt gegeben wurde.

Unschuldug

Den Angaben zufolge bestritten die Beschuldigten in einer ersten Anhörung die Vorwürfe. Gegen einen fünften Verdächtigen wird noch ermittelt. Die Beschuldigten sollen auch Freunde und Verwandte zum Aktienkauf ermuntert haben, bevor der Deal offiziell bekannt gegeben wurde und der Nvidia-Kurs einen Sprung machte.

Liefervertrag rund zwei Mrd. Dollar innerhalb von fünf Jahren sichern

Nvidia mit Sitz in Santa Clara zählt zu den weltweit wichtigsten Herstellern von Grafikprozessoren für Computer. Der Liefervertrag für die XBox soll dem Unternehmen rund zwei Mrd. Dollar (2,26 Mrd. Euro/31,1 Mrd. S) innerhalb von fünf Jahren sichern. Microsoft hatte den Marktstart der Spielekonsole in den USA am vergangenen Donnerstag mit großem Werbeaufwand gefeiert. Es ist das erste Mal, dass sich der Konzern von Bill Gates jenseits von kleinerem Computerzubehör wie Mäusen und Tastaturen auf den Hardware-Markt begibt.

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