Telekom Austria - Analysten erwarten 17 % EBITDA-Plus bis September

20. November 2001, 11:07
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Umsatz wird bei 2,92 Mrd. Euro geschätzt - Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich - Schwarze Null erst 2003 erwartet

Mit zweistellige Zuwächsen beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und mit in etwa konstanten Umsätzen rechnen Analysten im Vorfeld der für Mittwoch geplanten Veröffentlichung wesentlicher Neunmonatszahlen des laufenden Geschäftsjahres 2001 der Telekom Austria-Gruppe (TA). Die Konsensusschätzung der Experten von Raiffeisen Zentralbank (RZB), Bank Austria und Erste Bank ergibt für das börsenotierte österreichische Telekom-Unternehmen ein Ergebnisplus von 17,3 Prozent oder 151,1 Mill. Euro, wobei Zahlen innerhalb einer geringen Bandbreite von 1,0 Mrd. Euro und 1,04 Mrd. Euro genannt wurden.

Der Durchschnitt der Prognosen für den Umsatz liegt bei 2,92 Mrd. Euro, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum von 0,5 Prozent entspricht. Hier schätzten die von der APA befragten Analysten die absoluten Umsatzzahlen zwischen 2,88 Mrd. Euro und 2,94 Mrd. Euro.

Maßgeblich für die Steigerung des EBITDA ist dem Erste Bank-Experten Konrad Sveceny zufolge die Kostenreduktion durch die Neustrukturierung des Festnetzbereichs und die Personalmaßnahmen. Auch sei das große Übernahmeinteresse für die TA-Zukunft von Vorteil. Allerdings - so betonte Sveceny- sei die beste Kursunterstützung nur von der Telekom Austria selbst durch gute Zahlen zu bringen. Dem kann sich Alfred Reisenberger, Analyst der Bank Austria, nur anschließen. Die Telekom Austria habe gezeigt, "dass sie umsetzen kann, was sie sich vorgenommen hat".

Die "große schwarze Null" in der Bilanz erwartet RZB-Analystin Margit Moritz erst im Jahr 2003. Diese Meinung teilen auch andere Analysten, die für das Geschäftsjahr 2003 bereits mit einem Gewinn rechnen. Für das Gesamtjahr 2001 erwartet Sveceny noch einen Verlust von 160 Mill. Euro. Auf Grund der guten Zukunftsaussichten empfehlen die RZB und die Bank Austria die Telekom Austria-Aktie zum Kauf, wobei die RZB ein Kursziel von 10 Euro und die Bank Austria jenes von 9 Euro angibt. (APA)

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