SPÖ-Frauen sammelten erfolgreich für Afghaninnen

19. November 2001, 19:31
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Auftakt beim Bundeskongress der KommunalpolitikerInnen in Wien brachte 11.500 Schilling

Wien - "Wir möchten den Frauen in Afghanistan ein menschenwürdiges Leben ermöglichen", begründete SPÖ-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer die vorweihnachtliche Aktion der SPÖ-Frauen zur Afghanistan-Hilfe. Mit dem gesammelten Geld sollen ein Schneiderinnen-Grundkurs und ein Teppichweberei-Projekt gefördert werden. "Beide Projekte sind uns deshalb wichtig, weil sie direkt in Afghanistan stattfinden, und weil damit die Berufstätigkeit der Frauen unterstützt wird", betonte Stadlbauer. Und gerade in einem Land, in dem Frauen so sehr entrechtet sind wie in Afghanistan, ist die Berufstätigkeit - die unter den Taliban so gut wie verboten war - besonders wichtig.

Mit den beiden bereits bestehenden Projekten, die unterstützt werden sollen, ist auch eine Grund-Alphabetisierung verbunden. Die AnalphabetInnenrate ist bei den Frauen in Afghanistan besonders hoch. Sie wird auf über 90 Prozent geschätzt.

Die Vertreterin der Frauenorganisation RAWA, Shala, die zur Zeit in Österreich weilt, berichtete ihre erschütternden und hautnahen Erlebnisse mit der Taliban-Schreckensherrschaft, aber auch über ihre Befürchtungen bezüglich der Nordallianz. Tenor: Dass es mit der Übernahme der Macht durch die Nordallianz für die Frauen zu besseren Lebensbedingungen kommt, ist nicht sicher.
(red)

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