Korrektur von Bilanzen schwierig

19. November 2001, 19:25
posten
Solange der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft durch das zuständige Organ (Generalversammlung beziehungsweise Aufsichtsrat) noch nicht genehmigt, also offiziell "festgestellt" ist, ist eine Abänderung oder Berichtigung durch die Geschäftsführer oder durch den Vorstand ohne Einschränkung möglich. Stellt sich allerdings erst im Nachhinein heraus, dass der Jahresabschluss - zum Beispiel wegen unzulässig gewählter Bilanzansätze - unrichtig ist, ist eine Korrektur durch die Geschäftsführer (oder den Vorstand) verboten. Das gilt sogar dann, wenn die Korrektur bilanzrechtlich erforderlich ist. Vielmehr muss in jedem Fall noch einmal die Generalversammlung (beziehungsweise der Aufsichtsrat) befasst werden (Oberster Gerichtshof, 6 Ob 40/01b, 15. 6. 2001). (lfa)

Share if you care.