Lewis - Tyson: "Der Kampf soll stattfinden"

21. November 2001, 10:29
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Das letzte Wort über ein Zustandekommen spricht das TV

Las Vegas/Hamburg - "Lewis hat gesagt, er will mich. Gut, ich warte auch sehnsüchtig auf ihn." Sagte Mike Tyson, nachdem sich Lennox Lewis in Las Vegas per K.o.-Sieg über Hasim Rahman die Schwergewichts-WM-Gürtel der Verbände WBC und IBF zurückgeholt und hernach eben von ihm, Tyson, gesprochen hatte. Die Sache ist nur die, dass es im Boxsport genau elf zählt, was der Brite Lewis und der US-Amerikaner Tyson reden, das Sagen haben die Fernsehsender, im gegebenen Fall die Sender HBO und Showtime.

Insider wie der Deutsche Klaus-Peter Kohl, Promoter von Wladimir Klitschko, beziffern die Chancen auf einen Kampf Lewis gegen Tyson allerdings mit 60:40, dieser Kampf könnte im März stattfinden und mit einer Börse von 100 Millionen Dollar der höchstdotierte aller Zeiten werden. HBO-Präsident Ross Greenburg: "HBO will diesen Kampf stattfinden lassen. Wir werden jetzt Gespräche mit unseren Brüdern von Showtime führen."

Tyson, der zuletzt bei seinem Sieg in Kopenhagen gegen den übergewichtigen Dänen Brian Nielsen eine schwache Vorstellung geboten hatte, soll Mitte Jänner noch gegen Ray Mercer antreten. Klitschko, der WBO-Champ, wäre nur dann ein ernster Kandidat für ein Aufeinandertreffen mit Lewis, falls dessen Duell mit Tyson nicht zustande kommt. "Lewis hat gesagt, Tyson oder Klitschko", sagte Kohl. Sein Schützling soll sich freilich zunächst auf den Nigerianer David Izon konzentrieren, Izon erwartet Klitschko am 1. Dezember in New York.

WBA-Weltmeister John Ruiz (Puerto Rico) tritt am 15. Dezember in Ledyard/Connecticut gegen Evander Holyfield (USA) an, doch das nur nebenbei. (sid, fri)

(DER STANDARD, PRINTAUSGABE 20.11. 2001)
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