USA sehen Irak als größte Gefahr nach Al Kaida

19. November 2001, 18:09
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Washington kritisiert auch Nordkorea, Iran, Libyen und Syrien

Genf - Die USA haben den Irak als größte Gefahr für die internationale Sicherheit nach der Organisation Al Kaida des mutmaßlichen Terrordrahtziehers Osama bin Laden bezeichnet. Zugleich beschuldigten sie am Montag in Genf Nordkorea, Iran, Libyen und Syrien, biologische Waffen zu entwickeln oder schon zu besitzen.

Zum Auftakt der Überprüfungsrunde für die internationale Biowaffen-Konvention schlug US-Staatssekretär für Waffenkontrolle, John Bolton, eine Verschärfung der nationalen Strafgesetze sowie eine bessere Auslieferung bei Biowaffen-Verbrechen vor. Bolton verlangte schärfere Exportkontrollen sowie eine bessere Verteidigung gegen Bioterrorismus. Internationale Inspektionen im Falle des Ausbruchs verdächtiger Krankheiten oder bei Zwischenfällen mit Biowaffen müssten über das Büro des UN-Generalsekretärs laufen.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan sagte, nach den "Horror-Anschlägen" vom 11. September sei es wichtiger als je zuvor, den Einsatz oder die Bedrohung mit Biowaffen zu verhindern. Einsatz wie Erwerb von Biowaffen müssten als Verbrechen gelten. Belgien, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, rief alle Staaten auf, die Konvention zu unterzeichnen oder zu ratifizieren. (APA/dpa)

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