AUA-Piloten wollen mehr Geld

21. November 2001, 15:04
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Gehaltsdifferenz von 9000 Schilling beim Obersten Gerichtshof anhängig

Wien - Die mit Kündigungen und hohen Verlusten kämpfende AUA streitet mittlerweile beim Obersten Gerichtshof mit einem Teil ihrer Piloten um das Gehalt. Knapp 30 Kopiloten, die von der Lufthansa und KLM kommend der AUA keine Ausbildungskosten refundierten, klagten die Fluglinie, weil sie um rund 9000 S monatlich weniger verdienen als jene Kollegen, die bei der AUA lernten. Letztere mussten der AUA Ausbildungskosten zurückzahlen.

Konkret geht es um Kopiloten die als zweite und dritte Offiziere arbeiten. Nur für die sah die AUA zwei Gehaltsstufen vor. Die klagenden Piloten wollen ebenfalls in die höhere Gehaltsstufe, weil sie zwar nicht der AUA, aber ihrem früheren Dienstgeber, der KLM oder Lufthansa, die Ausbildungskosten zurückzahlen müssen. Die AUA interpretiert den Kollektivvertrag aber zu ihren Gunsten und meint, das höhere Gehalt stünde nur jenen zu, die der AUA die Ausbildungskosten refundieren müssen. Weil das Arbeits- und Sozialgericht sowie das Oberlandesgericht für die Piloten entschieden hat, hofft AUA-Personalchef Hans Lob nun auf den Obersten Gerichtshof. Der Gewerbeverein spricht von einem "kuriosen Kollektivvertragsstreit von krass Überbezahlten". ( Claudia Ruff, DER STANDARD, Printausgabe 20.11.2001)

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    aua / artinger
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