Schröder als SPD-Chef wiedergewählt

19. November 2001, 18:52
1 Posting

Mit 88,58 Prozent persönliches Rekordergebnis - Scharping mit blamablem Ergebnis als SPD-Vize wiedergewählt

Nürnberg - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder ist als Parteichef der SPD bestätigt worden. Auf dem Parteitag der Sozialdemokraten in Nürnberg erhielt er am Montag 450 Stimmen, 42 Delegierte stimmten gegen Schröder. Das entspricht einer Zustimmung von 88,58 Prozent und war damit das bisher beste Ergebnis Schröders bei seiner dritten Wahl zum SPD-Chef.

Bei seiner ersten Wahl im April 1999 kam er auf 75,98 Prozent. Auf dem Berliner Parteitag im Dezember 1999 erreichte er 86,3 Prozent. Schröder sprach am Montag von einem guten Ergebnis. Er habe das Vertrauen der Partei und sei stolz darauf.

Im Anschluss an die Wahl des Vorsitzenden stand die Wahl der fünf Stellvertreter auf dem Programm. Erneut kandidierten Rudolf Scharping, Wolfgang Thierse, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Renate Schmidt und Wolfgang Clement. Sie hatten keine Gegenkandidaten. Auch Generalsekretär Franz Müntefering und Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier stellten sich der Wiederwahl.

Nur 58,7 Prozent für deutschen Verteidigungsminister

Mit einem blamablen Ergebnis von nur 58,7 Prozent der Stimmen ist der deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping auf dem SPD-Parteitag in Nürnberg am Montag als stellvertretender Parteichef wiedergewählt worden. Bei der letzten Wahlen am Parteitag im Dezember 1999 hatte er noch 73,4 Prozent erhalten. Scharping hatte im Sommer mit Badefotos mit seiner Geliebten Gräfin Krista Pilati Schlagzeilen gemacht und für Kopfschütteln und landesweite Heiterkeit gesorgt.

Wiedergewählt als Stellvertreter von SPD-Chef Bundeskanzler Gerhard Schröder wurden neben Scharping Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement und die frühere bayerische SPD-Landesvorsitzende Renate Schmidt. Für Thierse stimmten 90,6 Prozent der Delegierten (Dezember 1999: 86,5), für Wieczorek-Zeul 83,8 Prozent (72). Clement kam auf 68,9 Prozent (77,8), Schmidt erreichte 82,6 Prozent (76 Prozent). (APA/dpa/AP)

Share if you care.