Südafrikanische Polizisten wegen Hetzjagd auf Einwanderer verurteilt

29. November 2001, 15:43
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Hunde auf wehrlose Menschen gehetzt - Beamte filmten Übergiffe selbst

Pretoria - Weil sie ihre Hunde auf dunkelhäutige Einwanderer aus Mozambique gehetzt hatten, sind vier weiße Polizeibeamte in Südafrika zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt worden. Die vier Polizisten waren in der vergangenen Woche der schweren Körperverletzung an drei illegal eingewanderten Mosambikanern für schuldig befunden worden. "Es war ein grausamer, sadistischer Akt", sagte Richter Willem van der Merwe am Donnerstag bei der Verkündung des Strafmaßes.

Die Angeklagten hätten ihre Hunde nicht nur auf die Schwarzen gehetzt, sondern ihre Opfer auch noch getreten und verhöhnt. Der von den Polizisten im Jahr 1998 auf Video aufgenommene Vorfall war im vergangenen Jahr von einem Fernsehsender ausgestrahlt worden und hatte weltweit Empörung ausgelöst.

Die Polizisten hetzten in dem Video ihre Schäferhunde auf drei illegal eingewanderte Mosambikaner und feuerten die Tiere unter Gelächter an. Einer der Beamten sprach als Kommentar in die Kamera, dass es sich bei dem Einsatz um eine Übung handle. Die verurteilten vier Polizisten hatten Teilgeständisse abgelegt. Das Verfahren gegen zwei Beamte, die auf nicht schuldig plädiert hatten, wurde abgetrennt und soll im Juni kommenden Jahres eröffnet werden. (APA/Reuters)

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