Ausbau des Flugplatzes Krems-Langenlois auf Eis gelegt

19. November 2001, 14:15
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Bürgerinitiative begrüßt Entscheidung des Gemeinderates

Krems - Der Ausbau des Flugplatzes Krems-Langenlois zu einem Regionalflughafen wurde vorerst auf "Eis gelegt". Der Gemeinderat der Stadt Krems hat Mitte November eine Resolution verabschiedet, in der es heißt, dass die Stadt den Ausbau mittelfristig nicht aktiv weiterverfolgt. "Sollte von dritter Seite eine Realisierung gewünscht werden, dann nur mit Zustimmung der Bürger in Form einer Bürgerbefragung", teilte der Magistrat am Montag, auf Anfrage mit.

Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative gegen Fluglärm - Krems begrüßt die Entscheidung des Kremser Gemeinderates. Leider bedeute "auf Eis gelegt" nicht "aufgegeben", erklärte Marco Smoliner von der Initiative. Die laut Aussendung geforderte Behebung von Sicherheitsmängeln, darunter auch eine geringfügige Verlängerung der Piste, bewerte die Bürgerinitiative differenziert: "Wir befürworten alle Maßnahmen, die die Sicherheit auf dem Flugplatz Krems-Langenlois heben. Dazu gehört auch eine Pistenverlängerung in Richtung Osten um etwa 100 Meter und geringfügige Rodungsarbeiten in der östlichen Anflugschneise. Wir warnen jedoch die politisch Verantwortlichen und den Flugplatzbetreiber vor dem Versuch, auf diese Art in Salamitaktik den Flugplatz zu vergrößern."

Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative lehne jede Maßnahme entschieden ab, die zum Ziel hat, die behördlich zugelassene Höchstflugfrequenz oder die Höchstabflugmasse für dort startende Luftfahrzeuge auch nur geringfügig hinaufzusetzen. "Wir fordern auch die Kremser Gemeinderatsfraktion von ÖVP und SPÖ auf, sich endlich klar und deutlich von jeder Vergrößerung des Flugplatzes zur Kapazitätssteigerung zu distanzieren", so Smoliner in der Aussendung.

Behebung von Sicherheitsmängeln

Die Behebung von Sicherheitsmängeln sei Sache des Betreibers, also des Sportfliegerclubs, und nicht der Stadt Krems, stellte der Magistrat klar. Für die Genehmigung sei die Luftfahrtbehörde zuständig, das gelte auch für die Genehmigung der Höchstflugfrequenz und Höchstabflugmasse. (APA)

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