Alkohol am Steuer ist Hauptursache für "Ausklinken" im Straßenverkehr

19. November 2001, 14:09
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KfV fordert verstärkte Kontrollen

Wien - Alkohol ist die Hauptursache, um hinter dem Steuer "auszuklinken" und einen Unfall zu verursachen, warnte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) am Montag in einer Aussendung. Rund 200 Verkehrstote pro Jahr durch Alkohol am Steuer sollten mehr als zu denken geben,hieß es. Bei 0,5 Promille Alkohol im Blut sei das Unfallrisiko bereits doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand. Zumeist unterschätzt werde die Wirkung gemischter Getränke wie Punsch oder Cocktails.

Alkohollenker

Alkoholisierte Unfallbeteiligte sind meist männlich und zwischen 15 und 34 Jahren alt, hieß es. Doch Alko-Lenker hätten eine Chance auf Läuterung. Verkehrspsychologische Maßnahmen bringen eine Verhaltensänderung, beweisen Studien, so das KfV. Das Rückfallrisiko werde gegenüber Kontrollgruppen ohne Kurs halbiert. 85 Prozent werden nicht mehr rückfällig. Vor allem Ersttäter könnten durch die Maßnahmen, ihr Verhalten verändern.

Europaweite Studie

Erste Ergebnisse einer europaweiten Studie über Nachschulungsmaßnahmen, die vom KfV geleitet wird, zeigen, dass die Zufriedenheit der Teilnehmer groß ist. Dies sei umso positiver zu vermerken, da diese Maßnahmen verpflichtend sind. Besonders die Qualität der Nachschulungen werde von den Teilnehmern hervorgehoben.

Die Chance, auf Österreichs Straßen einen Alko-Lenker zu erwischen, beträgt nach Schätzungen des KfV rund 1:700. Das Wissen, streng überwacht und gegebenenfalls bestraft zu werden, würde aber viele Lenker dazu bewegen, entweder nicht zu trinken oder nicht zu fahren. Stärkere Kontrollen brächten Erfolg und würden von der Bevölkerung auch gewünscht. (APA)

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