Leichen der vier vermissten Journalisten in Afghanistan entdeckt

20. November 2001, 10:10
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Kollegen identifizieren die Toten

Jalalabad - In Afghanistan sind am Dienstag die Leichen der vier am Vortag verschleppten Journalisten entdeckt worden. Kollegen identifizierten die Toten. Es handelt sich um einen australischen Kameramann und einen afghanischen Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters, Harry Burton und Asisullah Haidari, einen Korrespondenten der spanischen Zeitung "El Mundo", Julio Fuentes, sowie die Journalistin Maria Grazia Cutuli von der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

Die vier Berichterstatter waren nach Angaben ihrer Fahrer am Montag in einem Konvoi von acht Fahrzeugen unterwegs, als sie zwischen Jalalabad und Kabul von sechs bewaffneten Männern angehalten wurden. Die Journalisten seien zum Aussteigen gezwungen und in die Berge geführt worden. Ein Fahrer sagte, danach habe er mehrere Gewehrsalven gehört. Das Gebiet fiel kürzlich unter die Kontrolle der Anti-Taliban-Truppen. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass sich auch noch Taliban-Kämpfer dort aufhalten. (APA/AP)

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