"Natur und Mensch als eins zu fassen"

20. November 2001, 10:15
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Brücke-Mitglied Max Pechstein im "Von der Heydt-Museum" in Wuppertal

Wuppertal - Das international renommierte Von der Heydt-Museum in Wuppertal präsentiert ab 25. November bis 27. Jänner Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik des Malers Max Pechstein (1881-1955). Gezeigt werden insgesamt gut 170 Werke des Mitglieds der Künstlervereinigung "Die Brücke".

Robuste Akte

Max Pechstein wurde 1906, ein Jahr nach der Gründung der Künstlervereinigung "Die Brücke", offizielles Mitglied. Er war der einzige akademisch ausgebildete Maler der Gruppe. Wie sonst keiner seiner Malerkollegen liebte er das einfache Leben; "Natur und Mensch als eins zu fassen", war sein Ziel. Pechsteins Akte zeigen robuste Formen und sind von sinnlicher Ausstrahlungskraft. Neben der Aktdarstellung setzte er sich in Nidden vor allem mit der herben Landschaft der Kurischen Nehrung auseinander.

Reiseziel Südsee

Durch seine Südseereise (1914) kam er mit der primitiven Kunst der Naturvölker in Berührung, für die er sich bereits in Deutschland stark interessiert hatte. Bis 1945 lebte er zurückgezogen in Pommern und lehrte anschließend an der Berliner Hochschule für bildende Künstle, wo er auf seinen ehemaligen Weggefährten der Brücke-Zeit, Karl Schmidt-Rottluff, traf.

Tatendrang ohne Rückmeldung

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er wieder voller Tatendrang an die künstlerische Arbeit, aber die Kunstentwicklung war vorangeschritten, die jungen Künstler strebten neuen Zielen zu. 1955 ist Max Pechstein in Berlin gestorben. (APA/AP/red)

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